Warum ich ein Fan von C. G. Jung bin?

Wie ihr vielleicht festgestellt habt, bin ich angetreten mit dem Anspruch, euch ein tieferes Wissen über euch selber zu vermitteln. Dieses Wissen ist „erfahrenes Wissen“ im wahrsten Sinne des Wortes. Das soll bedeuten: Ich habe nicht vor, euch für blöd zu verkaufen. Ich möchte euch hier keine esoterischen Geheimtipps geben. Nein, ich stehe hinter jedem Wort, das ich hier niederschreibe. Daher erkläre ich euch ganz genau, von welchen Grundannahmen ich ausgehe, wenn ich eine These in den Raum stelle. Ich behaupte hier nichts, von dem ich nicht überzeugt bin. Ich gebe euch auch Gelegenheit meine eigene Realität zu hinterfragen. Im Gegenzug bitte ich euch jedoch wie bereits ausgeführt in der Einführung zum Blog, um Angabe eurer Grundannahmen. Versteckt euch bitte nicht hinter scheinbar absoluten Wahrheiten.

Viele meiner Einsichten habe ich mir unter Schmerzen erarbeitet. Ich habe über eine Spanne von sicherlich 37 Jahren meines Lebens feststellen müssen, dass viel Wissen schmerzhaft sein kann. Der Urvater meiner Gedanken ist Carl Gustav Jung. Ohne seine wahrhaft tiefen Einsichten wäre ich nie in die Lage versetzt worden, zu behaupten, ich könnte euch bei der Suche nach eurer wahren Natur helfen.

Eine Suche, die offensichtlich vielen Menschen ins Gesicht geschrieben steht, die sich zunehmend mit Fragen konfrontiert sehen, die alte Glaubenssätze ihnen nicht zu beantworten scheinen. Wir leben in einer besonderen Zeit. Sie steckt voller Widersprüche, die für viele Menschen in den angeblich so freien Demokratien des Westens und womöglich auch anderer Kulturen immer offensichtlicher werden.

Ich hoffe, mit meinem Blog insbesondere alle jene Zweifler anzusprechen, die sich immer heimlich oder auch offensiv gewundert haben, wieso sich so viele Fragen vor ihnen auftun, die sich mit logischem Sachverstand nicht zu erschließen scheinen, und die immer mehr grübeln, ob sie ihrer eigenen Sicht der Dinge trauen sollen oder doch lieber externen Wahrheiten. Und wenn ja, wo können sie heute in Zeiten ständiger Veränderungen und scheinbar unendlicher Möglichkeiten überhaupt noch endgültige Wahrheiten finden?

Die Erkenntnisse von Jung erreichten mich allerdings erst nachdem ich fast spielerisch an die 16 Typen des MBTI heran geführt wurde. Obwohl ich nicht wusste, woran ich hier war, fühlte ich mich auf eine fast beunruhigende Weise über die Jahre doch intuitiv von den Erkenntnissen Myers-Briggs angezogen. Ich spürte, dass hier ein Schatz verborgen liegen muss. Ich beschäftigte mich mit Unmengen an Literatur zum Thema MBTI und dessen Bezug zu Carl-Gustav Jung.

Auf diesem Weg setzte ich mich mit den unterschiedlichsten Vorurteilen meiner Zeitgenossen auseinander. Als besonders gruselig empfand ich die Einstellungen der Wissenschaft unterschiedlichster Fachrichtungen – sei es Psychologie, Philosophie oder Neurowissenschaften – zu den sich mir aufdrängenden Fragen. Ich wälzte Tonnen von Aufsätzen, Kommentare und Bücher von Wissenschaftlern (viele davon Gottseidank im Online-Format erhältlich) durch meine Gehirnwindungen und versuchte zu verstehen, was ein großer Teil der Wissenschaftler meinte, wenn er ernsthaft behauptete, die zentralen Fragen der Menschheit wären objektiv beweisbar.

Ich hielt Ausschau nach einem wissenschaftlichen Glaubenssatz, vielleicht sogar einem Paradigma, mit dem sich meine Zweifel, die mittlerweile sogar meinen Alltag zu beinträchtigen begannen, irgendwie auflösen würden. Es kam nichts.

Ich las von Neurowissenschaftlern, die vor ihren Kollegen ernsthaft klagten, man möge doch nun mal endlich aufhören, Fakten über unser Gehirn anzuhäufen. Statt endlos Versuchsreihen zu veröffentlichen, flehten sie, mögen doch mal einige von ihnen innehalten, um die vorhandenen Belege zu sichten. Denn vielleicht reiche ja die Masse an erwiesenen Tatsachen mittlerweile aus, um endlich mal ein Paradigma aufzustellen bzw. einen Rahmen, in dem diese Fakten zu zentralen Fragestellungen wie denen über Bewusstsein und Arbeitsweise unseres Gehirns verankerten werden könnten.

Irgendwie wurde ich den Gedanken nicht los, die Wissenschaft zweifele selber daran, den drängenden Fragen der Zeit gewachsen zu sein.

Dank des schwarzen Schwans von Karl Popper, war ich dann doch irgendwann gefühlsmäßig überzeugt, dass die Verfechter einer nur auf Objektivität basierenden Wissenschaft, mir keine Antworten auf meine Fragen würden liefern können.

Ich verabschiedete mich nun definitiv von der mehr als zwanzig Jahre schon immer angezweifelten und trotzdem schwer zu verabschiedenden Illusion, die Wissenschaft könne mir meine Welt erklären und beschäftigte mich umso intensiver mit C. G. Jung, dessen Worte mich magisch anzogen.

In diesem Zusammenhang bedanke ich mich ausdrücklich bei Mike von NFgeeks. Mike ist ein ENFP  1 nach dem Typenprofilen des MBTI und rechnet sich dem von Keirsey aufgestellten Temperament der Idealisten zu. Als solcher hat er einen Kanal bei Youtube ins Netz gestellt, mit dem er vor allen die besondere Sichtweise von Idealisten auf unsere Welt in den Mittelpunkt stellt. Er arbeitet als Dozent für Psychologie und hat mittlerweile auch den Doktortitel erlangt. Er kämpft in seinem Youtube-Kanal wie viele Zeitgenossen an der Front, die auf C. G. Jung beruhenden MBTI-Typen in der Öffentlichkeit bekannter zu machen. Mike macht regelmäßig in seinen Beiträgen auf das angespannte Verhältnis der an der Universität beschäftigen wissenschaftlich arbeitenden Psychologen zu Carl Gustav Jung aufmerksam. Mike ist der Ansicht, dass seine Wissenschaftskollegen Carl Gustav Jung argwöhnisch beäugen und ihn behandeln wie „den besoffenen Onkel, den wir auf dem Dachboden verstecken, wenn Besuch kommt.“ Danke Mike für deine Erkenntnisse ohne diese hätte ich wahrscheinlich noch länger die Einsichten von C. G. Jung übersehen. Yes, Mike, you are right, “C.G. Jung is our drunken uncle that we better hide in the attic, if someone is visiting our house”. Thank you so much for holding on to your belief.

Nach dem ich C. G. Jung endlich verstand, kapierte ich, dass die Wissenschaft tatsächlich vor ihrem blinden Fleck saß. C. G. Jung hätte gesagt, „die Wissenschaft sieht sich mit ihrem Schatten konfrontiert.“ Es war ein für mich kaum fassbarer Gedanke. Es ist nicht gelogen, wenn ich euch sage, dass mir diese Erkenntnis körperliche Schmerzen einbrachte.

Ich hoffe, euch mittels meines Blogs an den Einsichten von C. G. Jung teilhaben und die Relevanz seiner Erkenntnis für unser Leben spüren zu lassen.

 

  1. Ich verweise ausdrücklich auf www.personalitypage.com . Bei dieser Website handelt es sich um eine der besten Websites aus dem englischsprachigen Raum, deren Macher für Laien verständliche Profile zu den MBTI-Typen ins Netz stellen. Leider gibt es die Website nicht in deutscher Sprache.
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