ESFP – Die Unterhalter

Die erste Funktion des ESFPs ist das extravertierte Empfinden. Seine zweite Funktion ist das introvertierte Fühlen.

Das Lebensmotto des ESFPs dürfte am besten durch ein Wort umschrieben werden: Spaß. Nichts motiviert einen ESFPs so sehr, wie die Aussicht auf eine angenehme Zeit. Sie sind ausgesprochen gesellige und unterhaltsame Zeitgenossen. Mit ihrer fröhlichen und unkomplizierten Art stecken sie ihre Mitmenschen an. Von Natur aus optimistisch und im Augenblick lebend, nehmen sie die Dinge wie sie kommen. Dabei stecken Sie gelegentlich den Kopf in den Sand, um sich den Spaß nicht zu vermiesen.

Sie haben einen geübten Blick für Details und lieben leibliche Genüsse, schöne Kleidung, Musik, Unterhaltung, Sport und dergleichen. Sie wissen genau, was gerade angesagt ist und sind oft Trendsetter.

Mit ihrer wachen Aufmerksamkeit bemerken sie die kleinsten Veränderungen in ihrem Umfeld. Sie sind Meister darin, eine Ausgangslage genau zu erfassen und die sich aus ihr ergebenden angenehmen sinnlichen Erfahrungen zu nutzen und zu maximieren.

Viele ESFPs sind Plaudertaschen. Wenn sie Fragen beantworten müssen, dauert es eine Weile bis sie zum Punkt kommen. Aufgrund ihres offenherzigen Wesens sind ESFPs im Allgemeinen beliebt. Ihre Gefühlsfunktion lässt sie ihre Aufmerksamkeit auf ihre Mitmenschen richten. Sie sind sehr gut darin, deren Stimmungen anhand von Körpersprache und Stimmlage zu erfassen. Obwohl sie sich prima in die konkreten Bedürfnisse anderer hineinversetzen können, sind sie manchmal etwas unbedarft, was die Beweggründe ihre Mitmenschen anbelangt. Da ESFPs nicht lange grübeln wollen, neigen sie dazu sich einfache Erklärungen zurechtzuschustern. Diese halten der Logik kritischer Zeitgenossen nicht immer Stand.

Durch ihren Blick auf oberflächliche Details entgehen ihnen gelegentlich die tieferen Beweggründe anderer. Dadurch laufen sie Gefahr, skrupellosen Mitmenschen auf den Leim zu gehen. Es ist für sie eine Qual, andere leiden zu sehen. Sie unterstützen hier oft großzügig ohne auf eine Gegenleistung zu spekulieren. Oft übersehen sie hierbei ihre eigenen Grenzen.

ESFPs stehen gerne im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Die Interaktion mit einem Publikum macht ihnen Spaß. Ein schlecht vorbereiteter Auftritt verursacht ihnen kaum Kopfschmerzen, da sie auf ihr Talent zur Improvisation vertrauen.

Oft sind sie begabt darin, andere zum Mitmachen zu bewegen. Sollten sie nicht als Sänger, Tänzer oder Schauspieler arbeiten, so haben zumindest die meisten ESFPs in ihrer Kindheit und Jugend davon geträumt. Nicht selten nutzen sie ihr schauspielerisches Können im Alltag, in dem sie die Spannung in ihren Beziehungen durch dramatische Auftritte erhöhen.

Ihr Talent zur Improvisation macht sie besonders erfolgreich in Berufen, die spontane Einsatzbereitschaft und die Fähigkeit die konkreten Bedürfnisse anderer zu erfassen erfordern.

Schwieriger hingegen fällt es einem ESFP, seinen regelmäßig wiederkehrenden Pflichten nachzukommen, besonders dann, wenn er sich nicht aus freien Stücken hierzu entschlossen hat. Spontan zu reagieren ist seine Domäne. Zuviel Struktur ist ihm hingegen lästig. Die Bereitschaft, sich von dieser zu befreien und angenehmere Aktivitäten zu verfolgen, sobald sich eine gute Gelegenheit bietet, ist recht hoch. Gerade jungen ESFPs fällt es schwer, genügend Motivation mitzubringen und Durststrecken zu überwinden. Die Eltern von ESFPs benötigen viel Geduld, ihrem Nachwuchs ein Mindestmaß an Selbstdisziplin beizubringen. Unreifere ESFPs sind eher schwer davon zu überzeugen, restriktive Regeln einzuhalten, solange diese sich mühelos und ohne viel Widerstand überwinden lassen.

ESFPs meiden gerne Erfahrungen, in denen ihre Anpassungsfähigkeit nicht weiterhilft. Ausdauer und Planung langfristiger Projekte gehören nicht zu ihren Stärken. Um schwierigere Probleme zu meistern und ihnen nicht einfach auszuweichen, benötigt der ESFP seine introvertierte Gefühlsfunktion. Mit ihr erkennt er, welche der zahlreichen auf ihn einstürmenden Eindrücke es wert sind, verfolgt zu werden. Sie hilft ihm, sich lohnenswerte Ziele zu setzen, die sich nicht spontan aus der Situation ergeben. Indem er sich zu seinen eigenen auch langfristigen Bedürfnissen bekennt, kann er den augenblicklichen Versuchungen besser widerstehen und die Ausdauer aufbringen, unangenehme Momente zugunsten wichtiger persönlicher Ziele durchzustehen.

 

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